Sonntag, 28. November 2010

Baby, baby, give me attention!

Jetzt in diesem Moment brauch' ich dich. Und gestern hätte es auch gut getan, dich bei mir zu haben. Genauso wie die Nacht davor. Aber du warst nicht da, keine Sekunde. Stattdessen hast du nur gefragt: "Und was soll ich jetzt tun?" Und ich musste daran denken, wie wir auf dem Hintersitz vom Taxi rumgeknutscht haben und der Fahrer uns fast rausgeschmissen hätte. Oder wie wir uns betrunken ins Kino gesetzt haben und den Abspann zelebriert haben. Wie wir andauernd, bei jeder sich bietenden Gelegenheit gefragt wurden, ob wir zusammen sind und wie es dich ständig genervt hat- und mir relativ egal war.

Mittwoch, 24. November 2010

You can have whatever you like.

"I need your body,  but need nobody."
Unglaubliches Gefühl, dass es noch Menschen gibt, die aus der Masse rausstechen. Nicht nur äußerlich, sondern mit ihrem Denken und Tun. Irgendeine dumme Person hat mal gesagt, dass alles, was man tun würde, nur aus Eigennutz geschehen würde. Wirklich alles. Doch ich will und kann mich dem nicht unterordnen und glauben tu ich das sowieso nicht. Natürlich gibts es eine zilliarde Menschen, auf die das zutrifft. Aber es gibt sie auch noch, die anderen Seelen. Und es scheint unglaublich, aber zwei wildfremde dieser Seelen haben es seit ein, zwei Tagen geschafft, dass ich mich ein klein wenig besser fühle. Ist es nicht seltsam, dass man manchmal viel besser mit denen reden kann, die einen gar nicht kennen? Und das man diesen sogar mehr Vertrauen schenkt, als den eigenen besten Freunden? Ich kann nicht erklären, warum das so ist. Wissen tu ich nur, dass ich gestern und vorgestern nicht mehr in meine Träume verfolgt wurde. Dass ich mich heute nicht beim Aufstehen und Essen und Anziehen und Atmen gefragt habe, wofür eigentlich. Ich verstehe nicht, warum das ist, denn so einfach an einer Lebenssituation kann ja niemand sprichwörtlich von heute auf morgen etwas ändern, schon gar nicht jemand fremdes. Aber vielleicht reicht es manchmal schon, sein Umfeld ein klein wenig zu ändern. Menschen auszusortieren, die dir nur ein Gefühl der Wertlosigkeit geben. Und Menschen kennenzulernen, die mit ihrer Art und ihrer Lebensweise deiner beschissenen Denkweise einen Tritt in die richtige Richtung zu geben. Oder dich vielleicht auch nur ein klein wenig ablenken. Doch es gibt nun Aussichten, die mich noch festhalten, weiterzumachen. Ich möchte wieder Ziele vor Augen haben und Träume, die erfüllbar sind. Denn seit einiger Zeit hatte ich keine mehr. Kurz hat es Spaß gemacht, nur vor sich hinzuleben, täglich in den Tag hinein und Dinge zu tun, viele Dinge, und vorallem Dinge, die mir selbst nicht gut taten. Doch dann kam die Angst vor den Konsequenzen. Und der Zukunft. Und als ich mit den Konsequenzen konfrontiert wurde, allen aufeinmal und schlimmer, als ich sie mir nie hätte aussmalen können, konnte ich einfach nicht mehr. Ziele? Spaß am Existieren? Sogar meine ständige geliebte Beschäftigung, das Träumen, verpuffte auf einmal.
Der Mensch kann einfach nicht ohne ein Ziel vor den Augen, das habe ich mehr als deutlich gemerkt. Doch,
wie gesagt, solange ich Ziele für den nächsten Tag habe und Träume für die Nacht, reicht mir das schon.
Und vielleicht wird es auch ein Neuanfang, und zwar diesmal ein wirklicher. Und mit wirklich meine ich nicht: "Ich färbe meine Haare und bin dann eine andere." Mit Neuanfang meine ich diesmal, dass ich versuchen werde, diesmal das zu erreichen, was ich will.
Und drei Optionen stehen nun vor mir, die Hoffnung größer als sie selbst, doch nicht klein in ihrer Bedeutung.
1. Theaterstück im Februar. Ich will Theater spielen und die Meinung anderer und mein schwaches Selbstbewusstsein halten mich dieses Mal hoffentlich nicht auf, weiter zu lernen und größere Ziele zu haben.
2. Berlin verschönern und eine Backverabredung mit jemandem haben, den ich vor zwei Tagen erst kennengelernt habe. Menschen wie diese sind die beste Ablenkung. Menschen, mit denen man endlich die Pläne umsetzen kann, die schon so lange da sind, aber man selbst einfach nicht durchsetzungsfähig genug ist, diese auch durchzuführen.
3.Endlich wieder zu schreiben. Und wunderbare Worte zu lesen. Wunderschönes, was auch von jemandem stammt, den ich nicht kenne. Aber das Gefühl nicht loswerde, dass da mehr hinterstecken muss und ich die Chance, denjenigen und seine ehrlichen Gedanken kennenzulernen, diesmal nicht verstreichen lassen darf. Und das Gefühl bekommen, dass man irgendwo doch noch wichtig ist.

Weisheiten.

Ich habe bisher nur wenig kluge Dinge aus den Mündern anderer Menschen gehört. Die meisten plappern & ahmen nämlich nur nach wo sie können, weil ihre Gedanken so beschränkt sind wie ein Bahnübergang. Ich weiß auch nicht wie man das schaffen kann, aber wahrscheinlich kann man seine Gehirnzellen nicht nur mit Drogen und Alkohol absterben lassen, sondern definitiv auch mit dem Bildungsfernsehen in unserer heutigen Zeit.
Wenn ich dann aber mal was schönes höre, muss ich es unbedingt aufschreiben. Sofort, damit ich es nie wieder vergesse und immer wieder lesen kann.
Das eine ist schon ziemlich alt. Es stammt aus einem anderen Leben, wo ich ein Ziel vor Augen hatte und eine Beschäftigung, die einen Sinn hatte. Ein Leben, indem ich mein ganzes Ich hineingesteckt habe. Und das hätte ewig so weitergehen können...
Nun, um nicht vom Thema abzukommen, das Gesagte war, "dass man mit und aus seinem Leben machen könne, was man wolle." Klingt so gehört für Menschen, die nie in dieser Situation waren wahrscheinlich zu einfach und unbedeutend, als das ein tieferer Sinn dahinterstehen könnte. Ist es aber nicht.
"So wie du dein Leben anpackst, so wird es auch. Wenn du immer optimistisch und mit einem Ziel vor Augen durch die Welt gehst, können dir die unglaublichsten Sachen passieren. Ist das Leben aber für dich eine einzige Qual und du wünschst dir nichts sehnlicher als das Ende, so scheint es, als würde auch keine Hoffnung mehr aufkeimen."  Nicht ganz, aber so ähnlich waren seine Worte. Und der Sinn es es ja schließlich der zählt. Diese Worte hängen unmittelbar mit den ersten zusammen und sind so schön und ehrlich gesagt, dass ich sie einfach nicht vergessen wollte. Der Mensch der das gesagt hat, ist unbedeutend, aber sein Wesen ist es nicht. Er wird mit seiner Einstellung einmal sehr weit kommen. Und ich versuche das auch. Meine Einstellung nur ein wenig in seine Richtung zu ändern. Denn dann kann ich vielleicht mein Dasein zu was besserem gebrauchen, als nur ein weiteres überflüssiges Teil der Masse zu sein.

Samstag, 20. November 2010

Lange nicht mehr...

Dinge, die ich lange lange lange nicht mehr getan habe & bald wieder tun sollte, weil sie einfach glücklich machen:
Auf ein Konzert gehen & Beck's trinken.
Fotoautomaten Fotos mit Freunden machen.
Mit meiner Mutter reden.
Mein Buch weiterschreiben.
 Mit Freunden in Kreuzberg umherwirren und neue tolle Plätze und Läden entdecken.
Mich mit alten Freunden verabreden, zu denen ich den Kontakt komplett verloren habe. (Katrin/Romy/Daniel/Elnur)
In den Maurpark oder einen andern Trödelmarkt gehen.
Auf den Weihnachtsmarkt gehen und die Stimmung genießen.
Mir für das neue Jahr ein "richtiges" festes Hobby vornehmen, wie mich in einem Boxverein anzumelden oder eine Schauspielagentur suchen.
Mein Aussehen verändern, aber nicht ohne sicher zu sein! 


Lange nicht mehr...
...glücklich gewesen.
...Träume/Ziele gehabt.
...dunkelroten Lippenstift und meine Felljacke getragen.
...in Sachen Style richtig ausgerastet.
...gewusst, was ich eigentlich will.
...einem Menschen eine Freude gemacht oder einen Gefallen getan.
...mich um andere gekümmert bzw. meine Freundschaften gepflegt.
...Outfits aus Zeitschriften ausgeschnitten und Collagen angefertigt,


Und viel zu lange...
...mich nach dem Sommer gesehnt.
...geweint, weil ich meine Mutter vermisse obwohl sie mich wie den letzten Dreck behandelt hat.
...Menschen wie Camille und Nando vermisst, weil sie Leben in mein Leben gebracht haben.
...Listen von Dingen angefertigt, die ich eh nicht erledigt habe.
...genervt gewesen von meinen Freunden.
...kein gutes Buch mehr gelesen (aber jetzt geschehen!)

Mittwoch, 17. November 2010

Halt mich fest, weil ich mich sonst verlier-
Nur mir Dir find ich den Weg zurück zu mir.

Dienstag, 16. November 2010

Dienstag




Ich weiß jetzt, was ich will. Ich habe seit einem Monat keine Lust mehr auf nichts. Ich möchte am liebsten den ganzen Tag nur zuhause sitzen, Gossip Girl gucken und essen und Kaffee trinken. Doch ich möchte das nun nicht mehr. Ich verdränge das Schreiben und auch das Denken, sogar das Hören von trauriger Musik vermeide ich, weil sonst jeder Gedanke zu einem von dir wird. Und ich habe einfach keine Lust mehr, mich zu verstellen. Ich will nicht, dass mein Leben nur an am Wochenende stattfindet. Das ist doch kein Leben, wenn ich immer nur darauf warte, bis andere mein Leben entscheiden. Das ist doch kein Leben, wenn ich darauf warte, dass ich Spaß haben kann. Oder solch einfache Dinge machen kann wie essen gehen oder feiern. Und vorallem ist es kein Leben, wenn ich nur noch solche Dinge tun muss, auf die ich keine Lust habe. Ich weiß, dass das Leben nicht immer lustig und ein einziger Spaß sein kann, aber das hier kann es auch nicht sein. Ich brauche wieder andere Menschen um mich herum...

Montag, 15. November 2010

Ach wenn doch nur...

Ach wenn doch alles ein bisschen anders gelaufen wär. Nur ein klein wenig. Dann würden wir jetzt auf dem Dach sitzen und uns ärgern und ein bisschen rumschubsen, bis du mich küssen würdest. Meine Gedanken würden wild gerumfliegen und ich hätte diesen unglaublichen Schreibdrang, diesen Drang all diese verrückte Welt irgendwo festzuklammern, damit sie nicht weggeweht wird. Vielleicht würden wir jetzt grade auch einfach nur mal wieder mitten in der Woche tanzen und feiern gehen, betrunken fremde Pärchen anmmachen und einfach leben. All diese Dinge tun, die sonst nur selten passieren und als besondere Erinnerung wahrgenommen werden waren mit dir alltäglich...und ich war zum ersten Mal im meinem Leben glücklich. Es heißt ja, dass alles aus einem Grund passiert. Und ich war mir sicher, dass das mit uns zuende gegangen ist, damit ich endlich mal mit meinem Leben klar komme. Damit ich endlich alles aussortieren kann, was da nicht mehr hineingehört und mir Zeit, die ich sonst nur mit dir in Alkohol und Sex ertränkt hätte, für "wichtigeres" nützen könnte/sollte. Doch ich habe jetzt gemerkt, dass wenn man etwas ändern will, dass man das nur schaffen kann, wenn man es auch will und versucht. Und das sich nichts einfach von alleine ergibt. Ich war wirklich in dem naiven Glauben, mit ein bisschen Zeit mit mir alleine und meine wirren Gedanken und vielleicht ein bisschen Glück würde sich schon alles von alleine irgendwo irgendwie irgendwann einrenken. PFFFFFFFFFFFFFFFF.
So klingt die Luft, die aus einem Luftballon herausgelassen wird, bis nur noch ein schlaffer, trauriger Gummiklops übrig ist. Und so könnte man auch mein Leben kommentieren. Ich finde der Ausdruck "schlaffer, trauriger Gummiklops", der ja schon beinahe witzig klingt, trifft auch optimal auf mich zu.
Denn was ist passiert, als verrücktes,glückliches Mädchen und plötzlich besänftigter Junge nicht mehr vereint und die Menschen dort draußen verunsichert haben?
Das Mädchen wurde wieder unglücklich und das Leben nahm seinen Lauf. Aber leider stürzte Leben und Mädchen immer tiefer in den Abgrund. Mutter noch da. Probleme mit Familie nicht gelöst. Probleme in der Schule nicht gelöst. Aussicht auf berufliche Zukunft Desaster. Freunde sind nur noch da, um zu nerven. Mädchen merkt, dass es selbst das einzige Problem ist. Mädchen hat keine Lust mehr. Auf nichts. Auf nichtsnichtsnichts.
Und Junge? Wahrscheinlich der gleiche wie zuvor. Reißt irgendwelche betrunkenen willenlosen Flittchen auf der ganzen Welt auf und nimmt sie zu sich nach Hause. Und teilt seine Ideen mit niemandem mehr. Macht vielleicht auf Karriere und vernachlässigt seine sozialen Kontakte, aber lenkt sich zumindest ab. Und wird nicht, wie trauriges, einsames Mädchen jede Nacht in seine Träume verfolgt.
Ich wünschte, du wärst wieder da.
Und würdest mich retten. Lass uns nochmal von vorne anfangen. Du bist ebenso wenig perfekt wie ich es bin, aber du warst immer mein...
Glück.