Freitag, 19. März 2010

L-I-E-B-E ...leichter gesagt, als getan.

She's got you high and you don't even know yet
Jungs sind doch schon...beschissen, oder?! Nein, nein, ich fang nochmal an.
LIEBE. Die ist bescheuert. Warum? Nein, kommt mir jetzt nicht mit, wie wunderschön und perfekt und romantisch sie sein kann und all dieser hirntote Mist. Das könnt ihr keinem Mädchen sagen, die fast genauso denkt und redet und lebt wie Summer aus "500 days of summer". Ein Mädchen, das mit 17 noch nie verliebt war. Noch nie Liebeskummer hatte. Und doch schon Beziehungen...die aber sehr unglücklich verlaufen sind. Nicht traurig oder erinnernswert...nur unglücklich halt.
Ich ...ich versteh das alles nicht. Warum interessieren sich die Jungs für die ich möglicherweise etwas empfinden könnte...warum existiere ich für sie nicht? Und warum verlieben sich dann diejenigen in mich, die mich einen scheiß was angehen? So wie...B. und S. Lächerlich die beiden.
Ein gewisser Mr. S. H. sagt mir da schon viel mehr zu. Hm, ich denke aber wir sind wie...nehmen wir ein einfaches Beispiel, er ist der heiße Footballspieler in der High School und ich das Mädchen mit den Zöpfen das immer am Rand sitzt, ihren Apfel isst und mit der Zahnspange hängenbleibt.
Aber ein lustigen Nebeneffekt hat das ganze: Ich bin richtig gut im Herzenbrechen geworden. Dabei mach ich es immer gleich. Ich lern sie kennen, rede viel und wenn ich merke, dass sie mich mögen schaltet sich in mein Gehirn irgendetwas um und ich verliere jedes Interesse. Was aber anscheinend nicht für beide Seiten gilt. Und der ignorierte Herr verliebt sich. Ich probiere es doch, küsse, rede, mache und tue...und es bring nichts. Keinem bringt es am Ende was.
Und so habe ich grade schon wieder jemanden an der Backe. Ich hasse das!
Sie hassen mich auch irgendwann, aber dafür habe ich noch Zeit...
Das einzige was mich immoment ablenkt, ist mein Hass auf mich selbst und das Unverständnis dafür, wie sich überhaupt IRGENDJEMAND in mich verlieben kann? Wie ist es nur möglich? Bei diesem Charakter? Und Aussehen? Je n'ai comprends pas. Wenn ihr aber trotzdem noch Zeit für gute Musik habt, hört euch diese Playlist an, auch wenn ihr noch nie im Leben was von den folgenden Bands gehört habt.

The Shins- New Slang
Regina Spektor- Us
Radical Face- Welcome Home

Schöne Lieder zum gleichzeitig weinen und mitsummen.
Und ich überlege weiter, was ich nur falsch mache. Oder richtig. Oh mist.

Mittwoch, 3. März 2010

Frühlingserwachen im Deutschen Theater

Habe beschlossen, für unsere Deutschen Leser aber vorallem für mich Kritiken zu schreiben. Über Theaterstücke, Kinofilme, alles was sich in BERLIN abspielt.
Ich fange an mit einem Theaterstück, was am Montag, dem 1.3.2010 im Deutschen Theater in Berlin aufgeführt wurde; Frühlingserwachen.
Da wir das Stück an unserer Schule selbst aufführen werden, hatten wir bereits mehrere Fassungen gesehen (scheint groß im Trend grade zu sein, das Frühlingserwachen von Wedekind), aber diese war die beste und gleichzeitig seltsamste, vielleicht auch schlechteste.
Erklärung? Moritz, eine der männlichen Hauptrollen wurde von einem Mädchen gespielt, geschätzte 14, 15 Jahre. Obwohl das ganze ein bisschen lächerlich war, da die Kleine einen blonden Wuschelkopf, ein zartes Gesichtchen, eine schlecht versteckte Oberweite und eine definitiv UNÜBERHÖRBARE Piepsstimme hatte, riss sie alle vom Hocker. (Und trotz des hässlichen aufgeklebten Oberlippenbärtchens!!!) So ein Schauspieltalent, und vorallem ein so junges, war mir schon lange nicht mehr untergekommen, und glauben Sie mir Damen und Herren, ich hatte bereits in der Film-sowie in der Theaterszene Erfahrungen und bin gnadenlos
begeisterte Theatergängerin. Aber dieses kleine Mädchen war bislang das Beste was ich seit Jahren gesehen habe. Sie tobte, lachte, schrie, weinte als hätte sie nie etwas anderes getan. Und es wirkte alles so- echt, jung, unkomliziert. Man hatte nicht das Gefühl, da steht eine professionelle Schauspielerin bzw. "Schauspieler" auf der Bühne, sondern ein Kind, was eine echte Midlife Crisis durchmacht , und wer Wedekind gelesen hat, weiß, dass genau das ist was es eben ist.
Doch da gab es eine Sache, eine vielleicht Klitzekleine aber bedeutende Sache, die das Stück ein bisschen-sagen wir mal umgangssprachlich-verkackt hat.
Es scheint unglaublich, aber dieses klitzekleine Problem war doch tatsächlich die weibliche Hauptrolle. Da bleibt Ihnen die Spucke weg? Ich hätte mir am liebsten jedesmal einen großen Schluck aus der Jägermeister Flasche gegönnt, als dieses Mädchen die Bühne betrat.
Vielleicht sind Sie der Meinung, ich bin zu hart zu einem vielleicht 16- jährigem untalentiertem Mädchen, aber was kann ich dafür, wenn ich mindestens 3 Mal das Gefühl bekam, das Mädchen hätte die Rolle nur bekommen weil ihre Mutter die halbe Theatercrew durchgevögelt hat?
(Wendla, wenn du das liest und weinen musst, dann tut es mir leid. Aber gib dir nächstes Mal gefälligst mehr Mühe!) Denn nicht nur das mangelnde Talent war ein großes Problem, nein auch die Verständlichkeit der Sprache bliebt komplett aus, da unser kleines Naturtalent nicht nur leise vor sich hin quäkte, sondern auch noch lispelte.
Entschuldigen Sie, liebes Deutsches Theater, aber wie sin Sie denn auf die hirnrissige Idee gekommen, dieses Mächen als die Hauptrolle zu besetzen?
Wenigstens war sie schön anzusehen, aber hätte es da nicht gereicht, wenn sie das kleine dünne Blondchen an den Rand gesetzt hätten, um den Vorhang zuzuziehen oder sowas?
Nun, ich verabschiede mich nun mit einem bitteren Nachgeschmack, vielleicht komme ich zurück mit einer Ergänzung dieser Kritik oder ich fang etwas anderes an.
Bis dahin: Kochen Sie sich einen Kaffee und sehen sie sich mit mir heute Abend Sex & the City an, es gibt nichts besseres!