Donnerstag, 16. September 2010

Gedanken in SMS gepackt, die sonst verloren gegangen wären...

Teil 1. 5.9.2010
Und auf einmal fühlt sich alles richtig an. Nahezu perfekt. Als hätte ich bisher nur gelebt, damit jetzt diese Momente existieren können...auf einmal macht jetzt alles einen Sinn. Ich glaub, ich bin verliebt.

Teil 2. 8.9.2010
Ich liebe es, dass du so überzeugt von dir selbst bist. Ich liebe es, wie du manchmal grob wirst, wenn du mich besitzen willst. Ich liebe es, dass du alles und jeden um den Finger wickeln kannst. Ich liebe es, dass du so stark und beschützendd wirkst. Ich liebe es, dass du alles sagst, was du gut findest oder dir nicht in den Kram passt. Ich liebe es, wenn du die Initiative ergreifst. Ich liebe diese Momente mit dir und dass es niemals nie langweilig mit dir ist. Ich liebe es, wenn du eifersüchtig bist. Ich liebe es, dass du für jeden Scheiß zu haben bist. Ich liebe es, dass mit dir fast immer alles so läuft, wie man es geplant hat. Ich liebe, dass egal was ist, wir immer unseren Humor behalten. Ich liebe es, dass du so klug und erfahren bist.

Teil 3. 9.9.2010

Montag, 6. September 2010

Wir sind doch noch so jung.

Wir sind noch jung. Wir sind so jung, und werden es auch ewig bleiben. Wir kennen keine Schmerzen, außer den ewigen Schmerz des Lebens und der Liebe. Und das einzige, was uns interessiert, ist der Dauerzustand des Rausches. Nichts und Niemand kann uns etwas anhaben, ganz besonders nicht die Folgen von Alkohol, jede Art unserer Süchte oder einfach nur die letzte Nacht. Denn alles, was für uns zählt, ist das hier und jetzt. Das Gefühl, was uns schweben lassen soll. Wir verbringen Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre damit, zu überlegen, wie wir unserem Leben einen Inhalt geben können und womit wir unsere Zeit verbringen wollen. Was wir schaffen oder auch nicht, damit die Nachwelt uns niemals vergisst. Bis die Zeit vergeht, und wir plötzlich doch älter werden. Wir plötzlich merken, dass jungsein kein Zustand ist, den man sich erkaufen kann, und wir merken, dass man doch nicht nur so jung ist, wie man sich fühlt. Denn auf einmal haben wir kein Geld, um uns etwas zu essen zu kaufen, wo wir noch vor kurzer Zeit Unsummen nur für Unsinn ausgegeben haben. Plötzlich sehen wir in den Spiegel und sehen Falten. Augenringe. Schlaffe Haut, Haarausfall und ein Bauch macht sich auf einmal auch bemerkbar. Und als wir, taumelnd vor Bestürzung uns langsam aufs Bett legen, macht sich plötzlich etwas anderes bemerkbar. Wir schwitzen und atmen schwer, das Herz pumpt schneller und schneller und auftstehen wollen wir gar nicht mehr. Aber dafür zehrt es uns nach einer Zigarette. Nach nur einem kurzen Beruhigungszug, eine entspannende Situation, nur den Rauch auszupusten und an sonst nichts zu denken. Oder vielleicht auch ein Kaffee? Ein starker Kaffee, denn wir bemerken eine so gar nicht jugendliche, bleierne Müdigkeit, und vielleicht, nur vielleicht mit einem Schuss Bailey's, das macht auch den Geschmack süßer und die Probleme ein wenig seichter...ach wie war das, als man sich mit guten Freunden noch über Probleme, die eigentlich gar keine waren, bei einer billigen Flasche Wodkamische und ein paar Zügen guter Laune über Probleme, die eigentlich gar keine waren, auslassen konnten? Ja, wie war das eigentlich noch? Jedes schöne Gefühl ist dahin, da wir nun noch bemerken, dass wir all die Jahre eigentlich gar nichts mehr bemerkt haben, vorallem nicht, dass unser Gedächtnis immer mehr und mehr Lücken aufweist. Vorallem die besten Jahre scheinen besonders verblasst und nur noch ein grauer Schleier aus Unbekümmertheit...

und dann wachen wir auf. Überlegen, was uns das sagen wollte. Mann, sehen wir scheiße aus, wenn wir mal alt sind...ein kurzer Blick, der im Zimmer umherschweift...aha, schon wieder ein fremdes Bett, ein Schluck aus der Flasche, die daneben steht, um den üblen Geschmack im Mund zu vergessen. Eine Hand, die uns zart über den nackten Rücken kratzt, um uns wieder ins Warme zu ziehen. Vergessen sind die melancholischen Gedanken, denn...
wir sind ja noch jung.

Sonntag, 5. September 2010

Momente.

Give us a chance, I wanna be somebody.
 Momente mit dir sind wie...wie high sein. Wie durch die Welt schweben, eingepackt in Zuckerwatte. Wie in Trance. Wie auf der Bühne stehen und bejubelbt werden. Wie von allen geliebt zu werden. Wie alles zu bekommen, was man will. Wie wieder Kind sein und das unbeschwertsein leben, ohne sich dessen bewusst zu sein. Ja...genau so sind Momente mit dir. Jede Sekunde die tickt, jede unbedeutende Minute, die auf der Bahnhosanzeige runtergezählt wird, jede Stunde in der man wartet...hat auf einmal einen Sinn.
Mir erscheint meine Zeit auf der Erde, die jeden von uns absitzen und bestehen muss, weil wir anscheinden irgendwofür bestraft werden, auf einmal sinnvoll. Nein, sie erscheint mir...kostbar.
Denn mein Leben lang war ich immer auf der Suche nach einem Weg, meine Zeit schnellstmöglichst hier zu beenden und ihr lediglich ein Werk, wie einem Buch oder einem Bild oder vergleichbarem beizufügen, sodass mein Dasein nicht völlig sinnlos und vergessen war. Aber nun, nachdem du in mein Leben getreten bist? Oder besser gesagt: Nachdem du mich in dein Leben gelockt hast, mit deinem Lachen, deiner unglaublich unbekümmerten Art und deiner Weise, Menschen zu faszinieren, insbesondere von dir? Jetzt will ich nur noch eines: So viel Zeit wie möglich, in der wir hier gefangen sind und das beste aus unserer Situation machen müssen, mit dir zu verbringen. Und die Welt in Entsetzen zurückzulassen. So wie gestern morgen, als wir im Park saßen. Aussahen, wie die letzten Drogis und noch elendig restbetrunken nur im Gras lagen, und einfach nur da waren. Oder als wir die Welt gestern abend in einem riesigen Glitzerkotzangriff zurückgelassen haben. Und nicht nur die Sitze vom Kino haben geglitzert...es hat heute morgen elendig lange gedauert, das Zeug aus meinem Bauchnabel, meinem BH, von meinen Klamotten, aus meiner Creme, aus meinen Haaren...zu pulen. Und ich wünsch dir noch viel Spaß, das Zeug jemals wieder aus deinem Bett rauszukriegen.
(...)

Ist es Liebe, wenn...

...du eifersüchtig bist, obwohl ich nur ein dummes Spiel gewinnen wollte?
...du das mit uns beenden wolltest, nur weil ich keine wirkliche, echte Beziehung mit dir will?
...jeder Moment mit dir einfach so unglaublich ist, dass ich ihn am Liebsten sofort aufschreiben würde, nur um ihn nie zu vergessen?
...generell alles was wir tun, immer extrem und irgendwie magisch ist?
...du trotzdem eine Beziehung mit mir willst, obwohl du weißt, dass wir beide nicht für Beziehungen geschaffen sind?
...wir aneinandergekuschelt aufwachen, egal, wie wir eingeschlafen sind?
...du mich morgens auf die Stirn und die Schultern küsst, mich dabei noch ein Stück fester an dich heranziehst und mir dabei noch durch die Haare streichst, obwohl du sonst niemals, niemals zärtlich bist?
...du mich sogar schön findest, wenn ich ungeschminkt und unglaublich fertig von der durchgemachten Nacht vor dir sitze?
...du mich egal wann küsst, wie unglaublich unpassend die Situation auch sein mag?
...ich mich nicht in dich verlieben wollte, weil ich eben weiß, wie du bist, und es trotzdem irgendwie passiert ist?

Samstag, 4. September 2010

Ich liebe...(Klappe, die zweite!)

 Oh, we're still so young and desperate for attention!
...authentische Menschen.
...den Geruch von Haut, wenn Sonne drauf schien.
...Polaroid Fotos.
...auf Trödelmärkten rumstöbern.
...nächtliche lange Telefonate, da sie am ehrlichsten und interessantesten sind. Weil's sich nachts einfach am Besten reden lässt.
...wenn Jungs ihren Pulli über diese über-Kreuz-Technik ausziehen und dabei ihr Shirt hochrutscht.
...Theaterstücke, die berühren.
...schauspielern.
...Typen, die irgendwo alleine sitzen und zeichnen, und die Welt einfach Welt sein lassen.
...blaue Flecken und Narben, die zufällig und nur für einen kurzen Moment zu sehen sind.
...ausländisches Essen, am Liebsten auf  Wochenmärkten.
...generell neue Länder und Kulturen kennenzulernen.
...den Geruch von Nachtluft und Büchern.
...natürlich schöne Menschen.
...meine Schultern.
...Fußsohlen und Lippen.
...barfuß laufen. Ob auf der Straße, der Wiese oder nur in der Wohnung.
...wenn ich genau das sagen kann, was ich denke.
...Klapperfahrräder.
...die Farbe flaschengrün.
...Kleinigkeiten mitgebracht zu bekommen, wie ein Duschgel oder einfach nur eine SMS, weil der Gedanke so schön ist, dass grade jemand an dich gedacht hat.
...jemanden zu küssen, nur weil man grade Lust darauf hat.
...weiße Kleider, weil weiß alles so natürlich schön wirken lässt.
...altmodische Dinge.
...das Spiel Top oder Flop zu spielen und es auch durchzuziehen.
...Metalldosen.
...französisch aussehende Mädchen.
...die Kindermörderin von Wagner und Frühlingserwachen von Wedekind.
...deutsche Filme, weil sie einfach echt sind.
...morgens beim Frühstück witzige Serien zu sehen und einfach mal nichts zu tun zu haben, außer zu lachen.
...wenn die Dinge so laufen, wie ich sie geplant habe.
...Panic at the disco, weil sie nach all den Jahren immer noch dieses Gefühl hervorrufen und sie einfach einzigartige Musik machen.
...Club Mate und Energy Drinks, weil das Leben zu kurz ist, um zu schlafen.
...mit dir Arm in Arm aufzuwachen.
...sich nicht nur einer Sache hinzugeben, sondern alles machen, nutzen und ausschöpfen was sich anbietet und man tun will.
...die Fotoautomaten, die in Kreuzberg an jeder Ecke stehen.
...immer weiterzumachen.
...mich und andere in peinliche Situationen zu bringen.
...Zeilen aus Songs, die Momente oder Gefühle in passende Worte verpacken.
...einfach nur da zu sein.
...Erinnerungen.
...das Gefühl, dass ich komplett ich bin und etwas tue, weil ich es eben tun will.
...das jeder Mensch sein Leben selbst in der Hand hat, und es drehen kann, wie er will.
...Optimismus.
...jung sein.
...Menschen in der Hand zu haben.
...übertriebene, starke, verletzende Gefühle. Weil unbedeutende Gefühle nicht von Wert sind und nur von unbedeutenden Menschen kommen.
...dass mein Leben immer übertrieben ist. Depressiv, unglaublich auswegslos oder abhänig, aber niemals langweilig.

Mittwoch, 1. September 2010

An dich. Über mich.

 Irgendwann morgens in meiner Küche, als das Leben halbwegs einen Sinn machte und ich einen beinah klaren Kopf hatte...
Sie ist einfach kein Beziehungstyp. Sie ist frei wie ein Vogel, selbst wenn sie es selbst wollte- kann man sie einfach nicht besitzen oder einsperren. Sie ist der Typ Mensch, den man nie erreicht, aber trotzdem immer anrufen kann. Sie macht jeden Scheiß mit, braucht immer einen Platz zum Schlafen, obwohl sie das so oder so nie länger als zwei Stunden tut & obwohl sie weiß, wie unbedacht das ist, macht sie nur das, wozu sie Lust hat.
Weil sie einfach...unbedacht ist. Man kann sie auch nicht beschreiben, man muss sie einfach (er-)leben. Erleben, wie sie betrunken nackt schwimmen ging in jener Sommernacht. Oder drei Stunden lang einem wildfremden Menschen weinend ihr Leben erzählte und sich dannach hoffnugslos in ihn verliebt. Oder wie sie ständig barfuß durch die Welt tingelt, nie anhält & immer weiter springt. Sich nie einen Kopf macht, was andere von ihr denken. Oder wie sie nur schlicht & einsam in ihrer dunklen Küche sitzt und diese Zeilen schreibt...
Diese Zeilen gehen an dich, F. Weil du wissen sollst, wie ich bin. Und weil du mich kaum kennst, aber du trotzdem ein klein wenig verzaubert warst. Und an dich, S. Weil ich mich in dich verliebt habe, weil du der erste war, der es jemals geschafft hat, dass ich mich ihm so öffne. Und an dich, N. Weil du zwar ein Arschloch bist, aber mein Leben bereichert hast. Und weil ich durch dich mehr ich selbst geworden bin, als ich es jemals alleine hätte schaffen können.

Sommer! Heißt...

glänzendes, getöntes Haar.
Sommersprossen auf den Knien und der Nasenspitze.
MIA bei offenem Fenster in voller Lautstärke.
braune Beine.
der Geruch von Nachtluft und Sonnencreme.
keine Sorgen.
Rotwein und Baguette abends im Park.
Veränderungen.
barfuß laufen.
Wärme.
immer gut drauf sein.
freie Gedanken, die jetzt wieder fliegen wollen.
viel viel nackte Haut.
noch mehr shoppen gehen.
Cocktails mit Leonie und Ruqi.
Gitarrenmusik.
goldene Reifen am Oberarm.
Erinnerungen, die wieder aufleben.
viel Liebe.
Spontanaktionen.
ein lebenswertes Leben.
Nächte, die man nicht vergisst.
Mit dem Fahrrad um die Welt.
Perlen, Federn und Dreads in den Haaren.
Hippiehügel und Potsdamer Platz.
kaltes Becks in der linken Hand und die Freundin in der rechten.
Konzerte.
neue Länder und Kulturen.
wunderbare Fotos.
lange nächtliche Gespräche, ob auf Schaukeln oder dem Balkon, aber immer unter freiem Himmel.
in den Sternenhimmel gucken.
das Gefühl, erfüllt zu sein.
Kreativität.
am offenen Fenster auf dem Sims sitzen und Tagebuch schreiben.
Duftkerzen und Teelichter.
über Blumenwiesen rennen.
blaue Flecken und aufgeschrabbte Knie.
Blümchenkleider.
Marshmallows und Stockbrot grillen.
Kreuzberg.
auf Dächern sitzen und Hägen Dasz essen.